Fotostube 79

Aradena-Schlucht

Die Aradena-Schlucht liegt im Gebiet Sfakia. Sie verläuft von den südlichen Hängen der Weißen Berge zum kleinen Marmara-Strand der etwas westlich von Loutro liegt.

Diese Schlucht steht heute auf dem Programm. Es ist wieder mal sehr heiß und keine einzige Wolke am Himmel zu sehen. Für das Frühstück lasse ich mir heute etwas mehr Zeit, denn die Nacht war lang und sehr gesellig gewesen. 🙂

Gegen 11 Uhr fahre ich dann von den Anapolli Rooms  zu einem Parkplatz bei der Aradena-Schlucht auf. → Google Maps

Ich starte an der mit Holzbrettern beplankten Brücke, ein riesiger Koloss aus Stahl und Holz.  Bevor man in die Schlucht geht, sieht man noch die Überreste von der Ruinenstadt Aradena. Dann beginnt auch gleich die Aradena Schlucht indem man einen steilen Weg hinunter geht der es in sich hat. Unten angekommen ragen schon die Felswände steil in die Höhe. Immer wieder treffe ich auf Ziegen, die am Wegesrand ihr Unwesen treiben. Ganz besonders sollte man aber auf die Ziegen oben auf den Felswänden achten. Niemals sollte man unter den Ziegen durchwandern, was ich auch später mitbekommen habe.

In dem felsigen Gelände muss ich aber noch an einigen Stellen die Hände zur Hilfe nehmen und immer nach der besten Route Ausschau halten.  Im oberen drittel der Wanderung stoße ich schließlich auf zwei Stahlleitern. Diese überbrücken eine meterhohe Felswand nach oben, die ohne Hilfsmittel nicht zu bewältigen wäre. Wer hier nach unten will, sollte  auf jeden Fall schwindelfrei sein und darf keine Höhenangst haben.

Nach etwa 30 min wandern hör ich plötzlich ein grummeln durch die Schlucht und die Erde bebt ein wenig was mich erzittern lässt. Ich warte ein bisschen und überlege schon umzukehren. Ich bin ja schließlich alleine in der Schlucht und ich habe schon ab und zu Steine von oben kommen hören. Nach ca. 10 min kam dann auch ein Hubschrauber und die Bergsicherung die mich auf die Ausweichrute schickten. Damit endete mein Ziel der Marmara-Strand hier.

Also ging es querfeldein und die Wanderung dauerte viel länger als gedacht. Mittlerweile war ja auch meine Getränkeflasche leer und immer noch kein Ende in Sicht. Da war die Motivation der Ziege auch nicht gerade hilfreich. So schleppte ich mich den Rest des Weges irgendwie zum Ziel.

Gegen 20 Uhr bin ich dann endlich bei meinem Auto wieder angekommen, und konnte mich völlig fertig in mein Zimmer begeben.

Fazit der Aradena Schlucht !

Im Gegensatz zur Samaria Schlucht kann es durchaus passieren das man alleine diese Wanderung macht.  Sie ist wesentlich Anspruchsvoller und auch gefährlicher. Was natürlich nicht heißen soll das man sie nicht wandern kann. Nur sollte man sich bewusst sein hier gibt es kein Wasser und auch die Wege werden nicht “gewartet”. Trittsicherheit genauso wie Schwindelfrei sollte man schon sein.  Verpflegung ist ein muss und auch ein Erste-Hilfe Päckchen ist durchaus erwünschenswert. Besser man hat als man hätte. Trotz allem ist die Aradena Schlucht ein traumhaftes Erlebnis, und für Leute die den Tourismus nicht so mögen absolut empfehlenswert.

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